Sumpfdotterblume

Viele kennen diese heilkräftige Pflanze nicht, das ist die Pestwurz. Sie ist in Feuchtgebieten und an Bachläufen zu finden. Im Mittelalter hat man diese als Heilpflanze richtiggehend angebaut. Vielleicht findet man ja sie deshalb in der Nähe der Flur “Beim Sieghaus”. Der Name weist auf einen Ort hin, wo man Kranke und “Sieche” in früheren Zeiten hingebracht hat. Man hat die Pflanze als hustenlinderndes und schweiß- und harntreibendes Mittel verwendet.

Hier im Westerwald wächst noch die schöne gelbe Sumpfdotterblume. Die Pflanze ist leider giftig, sie wird aber auch als Heilpflanze in der Homöopathie verwendet. Schon im Mittelalter kannte man die Heilkraft dieser Blume. Sie wird bei Hautausschlägen, Bronchitis und Menstruationsstörungen verwendet. Finden kann man die Sumpfdotterblume wie schon der Name sagt im sumpfigen Gelände und an Bachläufen.

Pestwurz
Wiesenschaumkraut

Das Wiesenschaumkraut, auf vielen Wiesen im Frühjahr zu finden, manchmal hat die Pflanze weiße Blüten, manche gehen ins violette. Der Name kommt eigentlich von dem Schaum, der oft in den Verzweigungen der Stängel zu finden ist.  Diesen Schaum produzieren Insekten, kleine Zikaden, die den Saft aus den Stängeln saugen . Das Wiesenschaumkraut ist  keine Heilpflanze, sie soll aber als Essenz Zugang zu uraltem Wissen möglich machen. Übrigens, die Pflanze  ist eßbar und wurde früher als Salat genossen.

Fingerhut

Sie haben ja diese schönen Blüten auf dem Knopf gesehen.... Das ist Fingerhut, sehr giftig, aber in der richtigen Dosierung ein wirksames Heilmittel bei Herzinfarkt. GESCHÜTZT!

Natürlich hat die Westerwälder Natur auch einiges aus der Tierwelt zu bieten:

Eidechse

Die kleine Eidechse hat sich im Frühjar 2002 bei uns auf den Pflanzsteinen schon ganz wohl gefühlt und “Sonne getankt”.

Gerade mal eine halbe Stunde aus dem schützenden Nest....Hoffen wir, daß die kleine Blaumeise nicht von einer der räuberischen Elstern, die dank der Fürsorge der Vogelschützer mittlerweile eine extreme Plage geworden sind, erwischt wird und ihr auch sonst kein Leid geschieht!

Sumpfschwerlilie

Jetzt aber mal was schmackhaftes!
Walderdbeeren, mhh...lecker! Aber Vorsicht, die Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren ist sehr groß. Und der Waldmeister auf dem Bild rechts ist die richtige Grundlage für eine Maibowle oder ein leckeres Eis. Dieser hier blüht aber schon und wird nicht mehr dafür verwendet.

Pfefferminze und Margerite

Ja was ist denn das schon wieder?
Das sind die Beerenfrüchte des Gefleckten Aronstabes, sie sind giftig. Sehr interessant ist die Befruchtung der Pflanze, die sich dafür Fliegen fängt (Kesselfallenblüte) und diese erst nach mehreren Stunden freiläßt. Der Wurzelstock findet in der Behandlung von vereiterten Wunden usw. Verwendung. Früher wurde er auch als stärkereiches Nahrungsmittel gekocht. Zu finden ist die Pflanze im Laubwald. (Und wenn es sein muß unter einer Reihe von Pflaumenbäumen...)

Iris

Eine wunderschöne Raupe am Wegesrand im Juni 2008 aufgenommen.

Blaumeise

Kein alltäglicher Anblick, Sumpfschwertlilien! Diese schöne Pflanze wächst an sumpfigen und nassen Stellen.GESCHÜTZT! Sie ist giftig, auch aus ihr werden in der Homöopathie Heilmittel hergestellt, insbesondere zur Wundheilung. Diese “Gelben Wasserschwertel” wurden früher zum Gerben verwendet. Als Heilmittel dienten sie bei starker Menstruation, Blutfluß und Augenleiden.

Walderdbeere und Waldmeister

Die Margerite ist ja sehr schön anzuschauen. Interessanter ist aber was dahinter wächst. Das ist Pfefferminze, als Tee sehr schmackhaft und gesund, ein gutes Mittel bei Erkältungen. Man kann hier auch noch andere Arten von Minze finden.

Aaronstab

“Was hat er denn da schon wieder gefunden?”, werden Sie vielleicht denken. Das kennen wir doch aus dem heimischen Garten. Natürlich, das ist eine Iris. Diese hier aber wachsen noch in der freien Natur in sumpfigen Gelände und sind GESCHÜTZT! Die Pflanze gehört zu den Schwertlilien, aus den Wurzelstöcken wurden früher Heilmittel und Drogen gewonnen.

Der Frühling ist da! Die ersten Wilgänse sind schon durchgezogen und draußen blühen die ersten Pflanzen. Dazu gehört auch der Huflattich. Besonders zu erwähnen: Zuerst kommen die Blüten auf ihren Stängeln, später erst die Blätter. Der Huflattich ist eine Heilpflanze und wird hauptsächlich bei Husten und Asthma verwendet. Durch seine vielfältigen Wirkungen läßt er sich auch bei Hautproblemen usw. erfolgreich einsetzen. Dadurch, daß der Huflattich so früh blüht, dient er auch als erste “Bienenweide”. Wenn Sie Huflattich sammeln sollten, lassen Sie doch bitte einige Blüten für die Tiere stehen!.

Einer der wenigen großen Schmetterlinge in diesem Jahr, ein “Brauner Bär”. Vielleicht ist er aus der schönen Raupe geschlüpft.

Auch im Juni 2008:
Eine junge Goldammer, gerade wohl erst ausgeflogen. Leider sieht man diese hübschen Singvögel nicht mehr so oft
.

Alle Fotos wurden in der Sainscheider und in angrenzenden Gemarkungen gemacht! Weitere Bilder und Beschreibungen folgen, wenn meine Freizeit das erlaubt.

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